Grüne Technologien, Patente und Marken



Umweltinnovationen umfassen neuartige technische Verfahren, Maßnahmen und Methoden zur Verringerung der Umweltbelastung bzw. zur Wiederherstellung bereits geschädigter Ökosysteme. Sie haben das Ziel, den ökologischen Footprint von Unternehmen, Verbrauchern, Sektoren, Regionen und Ländern zu reduzieren bzw. deren Handprint zu erhöhen. Umweltinnovationen sind vielfältig und betreffen neue Technologien, Produkte, Prozesse, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle.


Die hinter Umweltinnovationen stehenden Technologien sind ebensfalls sehr vielfältig und betreffen nahezu alle Industrien und Sektoren. Grob lassen sich sechs Leitmärkte unterscheiden:


  • Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie
  • Energieeffizienz in Produktionsverfahren, Gebäuden und Geräten
  • Rohstoff- und Materialeffizienz und nachwachsende Rohstoffe
  • Nachhaltige Mobilität
  • Kreislaufwirtschaft (Abfallsammlung, -transport, -trennung, -verwertung, -deponierung)
  • Nachhaltige Wasserwirtschaft 


Wie bei anderen Innovationen auch, stellt sich bei Umweltinnovationen die Frage des Schutzes des geistigen Eigentums. Grundsätzlich kommen hier formelle  (u.a. Patente, Marken und Designrechte) genauso wie informelle Schutzmaßnahmen (z.B. Geheimhaltung) in Frage. Die Rolle von IP-Rechten ist bei Umweltinnovationen aufgrund der hohen Bedeutung von Umweltinnovationen für die Gesellschaft jedoch umstritten (vgl. hierzu z.B. Castaldi et al., 2024).





  • Ganzheitlicher und umfassender Ansatz zur Erfassung von Umweltinnovationen über verschiedene Technologien, Sektoren und Innovationsobjekte hinweg
  • Kombination von verschiedenen Datenquellen: z.B. Patentdaten, Markendaten, Daten zu Designrechten, Publikationsdaten und Webmining
  • Verwendung von quantitativen, objektiven und replizierbaren Methoden
  • Durch Verwendung von KI- bzw. NLP-Methoden können auch Texte erfasst und mit quantitativen Ansätzen interpretiert werden



Beispielanwendungen

Identifikation von Umweltinnovationen

Umweltinnovationen sind vielfältig und betreffen neue Technologien, Produkte, Prozesse, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Mit Hilfe von Patent- und Markendaten lassen sich Umweltinnovationen identifizieren. Das Europäische Patentamt und das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum haben hierzu Klassifikationen veröffentlicht. Wir wenden diese Klassifikationen an, und nutzen so Patent- und Markendaten zur Identifikation von Umweltinnovationen. Dabei können wir nach verschiedenen Innovationsobjekten, Innovationszielen und Technologien unterscheiden.

Ökoimpact von Umweltinnovationen


Das Ziel von Umweltinnovationen ist in vielen Fällen die Verbesserung des Carbon Footprints eines Unternehmens. Wir kombinieren Informationen zu den Umweltpatenten eines Unternehmens mit Informationen zu den CO2-Emissionen des gleichen Unternehmens (sofern verfügbar) und Messen den Ökoimpact von Umweltpatenten. Ein solcher Ökoimpact kann im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung z.B. im Lagebericht eines Unternehmens berichtet werden. Ähnliche Impact-Analysen können wir auf Industrie-, Sektoren-, und Regionen bzw. Länderebene durchführen.


Messung von "Greenwashing"


Unternehmen verpassen sich mitunter einen „grünen Anstrich“. Das heißt, sie stellen sich umweltfreundlicher dar, als es der Realität entspricht. Dies bezeichnet man als "Greenwashing". Ein solches Verhalten wird messbar durch einen Vergleich zwischen dem Image  bzw. Auftreten eines Unternehmens und seinem objektiven ökologischen "Footprint" bzw. "Handprint". Mit Hilfe von Patent-, Marken-, Emissions- und Webdaten lässt sich ein solcher Vergleich anstellen.

CleanTech Investitionen


Unternehmen und Finanzinvestoren investieren zunehmend in CleanTech. Wir identifizieren attraktive Investitionstargets mit Hilfe von Patent-, Marken- und Webdaten. Außerdem ermitteln wir in Kombination mit Emissionsdaten den Ökoimpact von CleanTech-Innovationen und den dazugehörigen Investitionen. Mögliche Auftraggeber sind Industrieunternehmen auf der Suche nach attraktiven Start-ups, Banken und Finanzinvestoren, hier insb. Impactinvestoren.

 

 
 
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